Landwirte fordern sozial gerechten Ausbau der Solarenergie

Landwirte sollten nach Ansicht der Arbeitsgemeinschaft bäuerlicher Landwirtschaft (AbL) von dem geplanten Ausbau der Solarenergie auf landwirtschaftlichen Flächen profitieren. Gewinne müssten im ländlichen Raum bleiben und dürften nicht zu außerlandwirtschaftlichen Großinvestoren fließen, sagte der Bundesvorsitzende der AbL, Martin Schulz aus Niedersachsen. Lebensmittelproduktion müsse aber weiterhin Priorität haben.


Dazu müsse der Pachtmarkt reguliert und Pachtpreise gedeckelt werden. «Es darf nicht zu einem zusätzlichen Run auf Acker- und Grünlandflächen kommen, der die eh schon explodierenden Bodenpreise weiter anheizt», forderte Schulz. Bäuerinnen und Bauern könnten mit den Pachtpreisen, die Solarunternehmen zahlen, nicht mithalten.


Am Donnerstag will sich der Bundestag mit dem Ausbau der Erneuerbaren Energien befassen. Mit dem sogenannten Osterpaket soll Deutschland unabhängig von Öl- und Gaslieferungen werden. Die Abgeordneten müssten Fragen der sozialen Gerechtigkeit und der Agrarstruktur berücksichtigen, sagte Schulze.

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